Westtürkei

Der Bafa-See  -  ein Freilichtmuseum an der Türkischen Ägäis
160 km südlich von Izmir und 100 km nördlich von Bodrum liegt der Bafa-See, ein Geheimtipp für jeden, der Natur und Kultur erleben und genießen will.
Ursprünglich eine Meeresbucht, entstand durch Verlandung des Mäander Flusses der 15 Kilometer lange und 5,5 km breite See - heute eines der schönsten Naturreservate mit seltenen Vögeln, Wassertieren und Pflanzen. Über 250 zum Teil hier nistende Vogelarten wurden von Ornithologen am Bafa-See und dem nahen Mäanderdelta bereits registriert. Dazu begeistern zahlreiche Orchideenarten von Februar bis April nicht nur Botaniker durch Ihre schier unglaubliche Blütenpracht. In der näheren Umgebung des Bafa-Sees befinden sich die bekanntesten antiken Stätten der Türkei: Ephesus, Milet, Priene, Dydima ......ua.,  deshalb ist gerade diese Gegend ein idealer Platz für Kultur- und Studienreisen.

Latmos – Besparmak
Am Ost- und Nordufer des Bafa-Sees erhebt sich ein Gebirge mit bizarr gezackter Silhouette bis zu einer Höhe von beinahe 1400 Metern - der Latmos. Aus mancher Position erinnert es stark an eine gigantische, versteinerte Hand, was auch seinen türkischen Namen erklärt: Besparmak - Fünffinger. Bereits in frühgeschichtlicher Zeit wurden die Menschen dadurch zu allerlei Phantasien angeregt: Wetter-, Berg-, Mond und sonstige Götter sollen sich hier ein Stelldichein gegeben haben! Die Archäologin Anneliese Peschlow hat hier in den unzähligen Felshöhlen mehr als 100 prähistorische Felsmalereien entdeckt.

Was für Götter gut genug war, ist heutzutage eine geheimnisvoll archaisch anmutende Umgebung, die sich bestens beim Wandern, Bergwandern oder auch mit Trekking-Touren erforschen läßt. Manche Strecken legt man auf antiken Verbindungswegen zurück, die auch von einheimischen Bauern und Nomaden genutzt werden. Die meisten dieser gepflasterten Wege waren Jahrhunderte lang verfallen oder verschüttet und sind erst in letzter Zeit wieder entdeckt worden. Bewegt man sich abseits davon, kann man in dem bizarren Felsengewirr des Latmos schon mal die Orientierung verlieren. Was zunächst wie ein Wanderweg aussieht, löst sich möglicherweise schnell in unbegehbares Gelände auf. Unter ortskundiger Führung wird man jedoch sicher und ohne unliebsame Umwege alle interessanten Plätze erreichen!

Kapikiri oder Herakleia
Als Standort für Studien- und Wanderreisen eignet sich besonders das Dorf “Kapikiri”. Es liegt direkt am See unterhalb der Bergsilhouette des Latmos und ist über eine kleine Abzweige von der Hauptstrasse, bei der Ortschaft Bafa, zu erreichen. Das Dorf selber ist auf den Ruinen der antiken Stadt Herakleia aufgebaut. Seit jeher wurden zum Bau von Häusern, Wegen und Grundstücksabgrenzungen Steine aus den umgebenden Ruinen verwendet, weshalb das gesamte Dorf  unter Denkmalschutz steht.
Besonders zu empfehlen ist die Pension Agora, sie wird vom ehemaligen Bürgermeister und seiner Familie betrieben. Hier kocht die “Anne” (Mamma) selbst - hervorragende türkische Küche.

 

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